SCHERBEN
Als Christopher-Felix Hahns Großmutter ins Altersheim zieht, hinterlässt sie ihm eine Vase – angeblich ein Fundstück aus dem Wald, verloren von Flüchtlingen 1945. Doch Nachfragen enthüllen eine andere Geschichte: Die Vase stammt aus dem Haus des jüdischen Nachbarn Curt Courant, einem der bekanntesten Kameramänner der Weimarer Republik, der vor den Nationalsozialisten ins Exil fliehen musste.
Die Performance geht den Spuren dieses Objekts nach und verbindet die eigene Familiengeschichte mit der Biografie Courants. Von Brandenburg über Berlin bis nach Hollywood folgt die Inszenierung dem Weg der Vase und stellt Fragen nach Restitution, Verantwortung und dem Umgang mit einem „vergifteten" Erbe.
Am 13. November findet im Anschluss an die Vorstellung ein Publikumsgespräch statt, mit Christopher-Felix Hahn ("Scherben"), Bettina Klein (Kuratorin "Der Schrank") und Ruth Ur (Exilmuseum).
Die Tickets berechtigen am Vorstellungstag zum Eintritt in die Ausstellung " Von hier aus " im Exilmuseum.
