
Now & Next
Avec Now & Next
Kurzstücke von Nachwuchs-Choreograf*innen aus NRW mit anschließender Publikumsaustausch
Die Plattform für choreografischen Nachwuchs zeigt regelmäßig erste eigene Arbeiten, Projekte und Arbeitsstände von Künstler*innen aus Nordrhein-Westfalen. An einem Abend werden bis zu drei kurze Stücke präsentiert. Im Anschluss gibt es einen Austausch mit den Künstler*innen. Now & Next steht für künstlerische Wagnisse, dramaturgische Konsequenz, gesellschaftliche Fragestellungen, ungewohnte, experimentierfreudige Formate, Mut und Meinungsverschiedenheiten.
In der Septemberausgabe von Now & Next sind Ley Akpinar, Luisa Möller und Cecilia Xuetong Feng mit dabei.
Crying Diamonds zeigt eine puppenhafte Figur auf Pleasern, die die absolute Anpassung an äußere Erwartungsstrukturen aufzeigt. Sie lernt ihren Körper nicht für sich selbst, sondern für den Blick der anderen. Was als äußeres Diktat beginnt, sickert ein: Form, Bewegung und Präsentation werden zu einer tief verinnerlichten, automatisierten Körpersprache. Ihr dressierter Körper führt nur noch aus.
Auf extremen Plateaus kollidiert die antrainierte Performance mit der Sehnsucht nach vulnerabler Menschlichkeit. Die Figur wird zur lebenden Puppe, gefangen im Zwang zur permanenten Selbstdarstellung. Sie existiert nur noch über ihre Leistung, bis die perfekt konstruierte Fassade unter dem eigenen Druck zerbricht.
Ley Akpinar ist Performerin und Choreographin und studiert seit 2025 Physical Theatre an der Folkwang Universität der Künste. Geprägt durch ihre Erfahrungen im Latein-Tanz, Showdance und Modeln kennt sie leistungsorientierte Strukturen und den Druck, den eigenen Körper zu optimieren, zu kontrollieren und zu präsentieren. Aus der Sehnsucht, diese erlernte Bewegungssprache zu durchbrechen und den eigenen Körper jenseits von Leistung wiederzufinden, entstand ihre künstlerische Arbeit Crying Diamonds . Sie beschäftigt sich mit Anpassung, Selbstdisziplin und dem Moment, in dem Kontrolle kippt. In Crying Diamonds untersucht sie einen Körper, der gelernt hat zu funktionieren, bis die perfekte Fassade brüchig wird. Konzept, Choreografie, Performance: Lay Akpinar, Musik: N.N., Dramaturgie: Belendjwa Peter
Eine Tänzerin wird zur Gegenspielerin in ihrem eigenen inneren Horrorfilm und konfrontiert sich mit der eigenen Angst. Zwischen verzerrten Bewegungen und Zuständen körperlicher Anspannung wird Breaking zum Werkzeug, um innere Zustände sichtbar und körperlich erfahrbar zu machen. Etwas Unheimliches scheint auf der Lauer zu liegen. Doch woher kommt es?
In einem Sounddesign aus Videogames entsteht ein atmosphärisch dichtes Stück, das fragt was wir finden, wenn wir in die dunkelsten Winkel unserer Vorstellungskraft blicken .
Luisa Möller , geboren in Thüringen, breakt seit 2011 und bewegt sich seit 2017 zunehmend im Bühnenkontext. Ihr tänzerischer Schwerpunkt liegt auf experimentellen und improvisatorischen Formaten. Sie tanzte unter anderem in der Produktion Urban Creation von Daniela Rodriguez Romero. 2025 entstand ihr erstes Solo This is not real . Konzept, Choreografie, Tanz, Sound: Luisa…









