
Frida
Tänzerische Hommage an Frida Kahlo: opulente, nichtlineare Ballettinszenierung über Leben, Schmerz und Widerstand
Eine tänzerische Hommage an die ebenso faszinierende wie eigensinnige Künstlerin Frida Kahlo. Mit opulenter Ausstattung und vor bildmächtiger Kulisse feiert das Ballett am Staatstheater Augsburg mit dieser großen Produktion die Liebe, die Kunst, die Widerspenstigkeit und den Tanz.
Frida Kahlo (1907–1954) fasziniert mit ihrer Kunst wie mit ihrem Leben. Die willensstarke Mexikanerin setzte sich gegen unterschiedlichste körperliche wie gesellschaftliche Widrigkeiten durch und inspiriert mit ihrer zugleich farbenfrohen, kraftvollen und von Schmerz gezeichneter Kunst.
Inmitten der mexikanischen Revolution aufgewachsen, als Kind schwer an Polio erkrankt und als junge Erwachsene durch einen Unfall so stark versehrt, dass sie sich Zeit ihres Lebens nicht mehr davon erholen kann, inszeniert Frida ihren zerbrochenen Körper in zahlreichen Selbstportraits als Kunstobjekt. Ihre Kunst und ihr Leben spannen sich zwischen Schönheit und Schmerz, Freude und Depression, Leben und Tod auf.
Sie ist eine wichtige Vertreterin des sogenannten »Magischen Realismus«, der Reales neben fantastische Auswüchse stellt, Schönheit und Schrecken ästhetisch verbindet.
Und sie gilt durch ihr entschiedenes politisches Sendungsbewusstsein als eine zentrale Figur des Feminismus, die gegen soziale Ungleichheiten, Armut und die Opfer, die Frauen insbesondere in Hinblick auf Geburt und das Muttersein tragen, radikal hinweist.
Ricardo Fernandos Kreation ist eine Hommage an eine große Individualistin und eine Ikone nicht nur ihrer Zeit. Er setzt Frida Kahlo ein tänzerisches Denkmal, indem er ihr Leben, Werk und ästhetisches wie soziopolitisches Wirken in einer eigenen Kreation für das Ballett Augsburg würdigt und ihre Gefühlswelten tänzerisch, farbenreich und auch musikalisch in unsere Mitte holt.
Der Abend ist sinnlich und narrativ, und doch erzählt er nicht linear, sondern nimmt die Tänzer:innen und das Publikum mit in die Komplexität und Ambivalenzen von Fridas Persönlichkeit und Vita.












