Off the Mark
Dokumentarfilm über Mikroplastik, Klimawandel und den Sámi-Widerstand in Nordnorwegen mit Sondervorführung am 20.09. (Kameramann anwesend)
»Off the Mark« ist ein abendfüllender Dokumentarfilm über den Klimawandel, die Naturkrise und die Verletzung der Menschenrechte in der norwegischen Finnmark. Der Film begleitet Aktivisten bei ihrem Engagement gegen Mikroplastik und zeigt den Kampf des indigenen Volkes der Sámi um ihr Land und ihre Kultur, die durch den sogenannten »Grünen Wandel« bedroht sind.
Der Dokumentarfilm verbindet die Themen Umweltschutz, Klimawandel und Menschenrechte und zeigt, wie Menschen am Ende von Europa für eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft einstehen. Die Temperaturen in Nordnorwegen steigen stetig und die Zerstörung der Umwelt nimmt zu.
Seit Jahren spüren die deutschen Schlittenhundeführer Willem und Steffi Betzel die großen Veränderungen in der Wildnis hautnah. Deshalb beschlossen sie, selbst aktiv zu werden, um die fragile arktische Natur zu schützen. Ein erster Ansatzpunkt ist Mikroplastik, denn dies zeigt deutlich den Einfluss des Menschen auf die Umwelt. Zu wissen, wie viel Verschmutzung es gibt und woher sie kommt, ist der Grundstein für einen Naturschutzansatz.
Die Menschen, die am stärksten von Mikroplastik und Klimawandel im Norden betroffen sind, sind die Sámi, eines der letzten indigenen Völker Europas. Für die Sámi bedeutet das Leben mit der Natur, die Natur zu nutzen. Die Arktis erwärmt sich dreimal so schnell wie der globale Durchschnitt und hat bereits verheerende Folgen für die Tierwelt, aber auch für kulturelle Praktiken wie die Rentierhaltung. Die norwegische Regierung glaubt, dass das Land mit dem sogenannten »Grünen Wandel« Energiesicherheit und Klimawandel bewältigen wird. Das Streben nach einer kohlenstoffarmen Gesellschaft erfordert die Entwicklung von mehr erneuerbaren Energien und den Abbau von mehr Mineralien. Aber wenn der »Grüne Wandel« nur zu einer Ausbeutung von Ressourcen, Zerstörung der Natur und Landverlust in Sámi-Gebieten wird, entsteht eine existenzielle Bedrohungssituation, die das Sámi-Volk an seine physischen und psychischen Grenzen treibt. So entsteht unter dem Deckmantel von Umweltschutz und einer nachhaltigeren Zukunft »Grüner Kolonialismus«.
Am 20.09., 18:00 Uhr, in Anwesenheit des Kameramannes Gunnar Rossow.
NO 2024 | 114 min | Dokumentarfilm | R: Wera Uschakowa | OmU
