
We all bleed red
Filmportrait über Martin Schoellers Porträts der marginalisierten USA, im Anschluss Filmgespräch mit Gästen.
Martin Schoeller hat bereits US‑Präsidenten, Hollywoodstars und Sportikonen vor seiner Kamera. In seinen privaten Fotoreihen konzentriert sich der Starfotograf jedoch auf jene Teile der US‑Gesellschaft, die nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen – auf Obdachlose, ehemalige Inhaftierte, Dragqueens oder Native Americans.
Seit dreißig Jahren lebt Schoeller in den USA und kennt die Extreme eines Landes, das politisch und sozial immer mehr auseinander zu reißen droht. Mit einem mobilen Foto‑Setup kreiert er einen intimen Raum, in dem ihm Menschen von ihren Lebensrealitäten erzählen. Der Fotograf wird zum vorurteilsfreien Zuhörer – und für die Zeit des Porträts zum engen Vertrauten.
Josephine Links begleitet Martin Schoeller bei seinen persönlichen Fotoprojekten und zeigt dabei nicht nur einen weltweit gefeierten Fotografen bei der Arbeit, sondern eröffnet auch Einblicke in diverse Lebenswelten, die von den Bruchstellen der amerikanischen Gesellschaft erzählen. Damit transportiert der Film gerade jene zutiefst humanistische Erkenntnis, die Martin Schoeller mit seiner Arbeit seit Jahrzehnten zu vermitteln sucht und im Film durch die Worte eines Native Americans zum Ausdruck kommt: „We all bleed red“.
Filmgespräch mit Gunter Deller (Fotograf, Experimentalfilmer, Programm Mal Seh’n Kino), Florian Albrecht‑Schoeck (Künstler, Hochschule für Gestaltung Offenbach) und Carola Benninghoven (naxos.Kino).
Même lieu : Produktionshaus NAXOS - Waldschmidtstraße 19
11Et si vous tentiez …
Des envies qu'on ne vous montre pas encore, mais qui bougent près de chez vous.











