
Kaffeehaus der Eitelkeiten
Abend mit Gesang, Klavier und Rezitationen, der die Kaffeehauskultur um 1900 musikalisch und literarisch lebendig werden lässt
Ein Abend voller Klang, Geschichten und nostalgischem Flair.
Zwischen dem Duft nach frisch gemahlenem Kaffee, dem leisen Klirren feiner Tassen, gedämpften Gesprächen an kleinen Marmortischen entstand einst eine Welt voller Musik und Poesie. Die Kaffeehäuser Europas, besonders in Wien, Paris und Prag, waren um 1900 das zweite Wohnzimmer oder der Wartesaal vieler Schriftsteller, Musiker und kreativer Menschen.
Während Klavierklänge den Raum erfüllten, diskutierten Maler über Farben, Dichter schrieben ihre Gedanken in Notizbücher und Komponisten ließen sich vom Rhythmus der Stadt und der besonderen Atmosphäre der Cafés inspirieren. Zwischen Kerzenlicht und Zeitungsstapeln entstanden Geschichten, Melodien und Kunstwerke, die bis heute nachwirken. Jeder ist sich selbst der Nächste, es wird sich mit Argusaugen beobachtet, sehen und gesehen werden, aufeinander Bezug nehmen, sich voneinander distanzieren. Man liebt sich, man braucht sich und manchmal hasst man sich auch.
Schreibende wie Tucholsky, Altenberg, K. Kraus u. a., L. van Beethoven, Mahler, Satie, Chopin, F. Holländer usw. waren leidenschaftliche Kaffeehausbesucher. Aus diesem reichhaltigen Angebot schöpfend bieten die drei Künstlerinnen Catharina Marquet (Gesang), Mona Creutzer (Rezitation) und Galina Ryzhikova (Klavier) eine unterhaltsame, freche Verknüpfung von Musik und Text, um diesen Kosmos der Kreativität und menschlichen Spielarten auf einer Reise durch die Kaffeehauskultur mal nachdenklich, mal beschwingt und elegant einzufangen.
Beginn 19:30 Uhr.
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