
Die Halbstarken
Filmvorführung über die rebellische Jugend der 1950er Jahre in Westdeutschland mit Archivaufnahmen aus 1956
„Die Halbstarken“ skizziert den gesellschaftlichen Konflikt zwischen der kleinbürgerlichen Welt der spießigen Adenauer‑Gesellschaft und den an US‑amerikanischen Vorbildern orientierten Jugendlichen mit Rock'n'Roll, neuen Kleidern etc. Alles, was provokant wirken musste, war beliebt und richtete sich gegen die restriktiven Forderungen und preußischen Ideale wie Ordnung, Disziplin und bedingungslose Unterordnung unter die Autoritäten der "Alten".
"Halbstarke" wurden in der BRD ab den 1950er Jahren überwiegend männliche Jugendliche aus der Arbeiterklasse bezeichnet, die durch provokantes Verhalten, Lederjacken, Jeans, aufgemotzte Mopeds und Rock'n'Roll gegen bürgerliche Normen rebellierten. Ihre Krawalle prägten ein neues subkulturelles Jugendbild: eine als "verdorben" oder "Rowdy" wahrgenommene Generation.
Der Film zeigt Ausschnitte aus dem westdeutschen Nachkriegsalltag und rebellierende Jugendliche gegen Zucht, Ordnung und Spießigkeit. Gedreht wurde im Juli und August 1956 in Westberlin.
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